HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 02 / 2001 vom 24.10.2001



Sie schreiben in PacketRadio und in der NewsGroup und finden teils Argumente - meist aber ungestüme Anmache. Der Umgangston dort ist trotz gutem Ruf schon rüder als in PacketRadio und der von dort bekannte Rufzeichenmissbrauch erscheint im Gewand der falschen Reply-Adresse; gehandhabt von Funkamateuren der CEPT-1-Klasse.

Private Mails an die vorgetäuschten Adressen kommen als unzustellbar zurück!

Starke Rückzugsgefechte zum CW-TEST sind zu lesen und mehr und mehr enthüllt man die eigentliche Funktion von CW als Zugangsvoraussetzung: Die Abgrenzung zum "Abschaum" des Amateurfunkdienstes.

Dass CEPT-2-Lizenzen und Klasse-3-Funkfreunde akzeptiert sind, bleiben blutleere Lippenbekenntnisse. Schon die anstehende Entscheidung WRC-2003 akzeptierend, sinnen sie nach UPGRADES für ihren Separatismus. Sie blicken zurück und behaupten, dass nur die Zwangsmaßnahme CW Völker verbände. Verbindet

" RST599NameHermannWXufbFB33100WttsOUTHWBTU73arsk "

mit Tempo 200 wirklich Völker? Ihnen mit ihrer Betriebsart CW stehen alle Frequenzbänder von Anfang bis Ende zur Verfügung und sie radieren über alle QSOs, weil sie sie nicht hören, denn sie fahren ja so schmale Filter. Dabei sind die QSO-Inhalte noch wertvoller:

" Call de Call = 599123 tu dit dit ".

An fast jedem Weekend sind sie da mit ihren völkerverbindenden Inhalten und vertreiben die SSBler, die SSTVler und die Pactoristen zuhauf. Das Geschrei wird allerdings sehr groß, wenn ein Greenhorn sich mal in den heiligen exklusiven CW-Bereich verirrt. Dann meint man, man sei im CHAT, in PR oder in der Gosse.

Sie bilden auch in ihren Mitgliederzeitschriften junge Leute ab, die binnen 2 Wochen Tempo 80 lernten und fordern das ebenso von 60-Jährigen, wohlwissend, dass das menschliche Gehirn das gar nicht mehr leisten kann. So ein ehemals 17-Jähriger forderte mit 60 Jahren von einem gleichaltrigen dasselbe Können ein, weil er es ja auch mit 17 so schnell lernte. Diese bereits an Dummheit grenzende Ignoranz und eigene Überschätzung ist nicht die Ausnahme -


SIE IST DIE REGEL !


Sie fragen sich, was der Fortfall praktischer Übungen bei den Zugangsprüfungen den Funkamateuren bringt. Die Frage für sich beherbergt den Unverstand ihres eigentlichen Problems. Sie verstehen bis heute ihre Öffentlichkeitsarbeit als Werbung für die, die bereits Funkamateure sind und begriffen bis zum vergangenen Weekend nicht, dass sie jeden Cent in die Öffentlichkeitsarbeit stecken müssen, die den


NICHT-FUNKAMATEUR


anspricht. Wenn die marktbeherrschenden Vereine trotz einer stetig zunehmenden Anzahl von Funkamateuren in DL Mitgliederrückgänge haben und mit Leistungsreduktion in DL drohen; wenn Katalogversender auf Amateurfunk aufmerksam machen müssen, weil die Infrastruktur des Vereinswesens nicht genügend Nachwuchs rekrutiert, mag das nur heißen, dass Deutschland an mehr Funkamateuren gar nicht interessiert ist und deswegen mit CW als Zugangsvoraussetzung den Markt bislang gewußt abschottete.