HamRadio 2day
Text Audio

HamRadio 2day

Ausgabe 69 / 2003 vom 16.02.2003

Redaktion: Hermann Schulze, DL1EEC


50 MHZ FÜR - FAST - ALLE: EINE INITIATIVE DER AGZ

(rps) Die AGZ wird in Sachen 50 MHz initiativ: Im Frequenznutzungsplan, der dieses Jahr auch für den Amateurfunk aufgestellt wird, wollen wir erreichen, dass fast alle Funkamateure der Klassen 1 und 2 das Band nutzen können, und zwar zu wesentlich besseren Konditionen als heute. Lesen Sie dazu unser neues ausführliches Statement auf unserer Internet-Website, das die Angleichung unserer Bedingungen an Europa fordert! Die wesentlichen Eckpunkte unseres Vorschlags sind:

  • Nutzung von 50 MHz durch alle Funkamateure der Klassen 1 und 2
  • kein Anmelde- und Sondergenehmigungsverfahren
  • Nutzung auch an nicht-festen Standorten, aber zunächst noch
  • Schutzzonen um drei Grundnetz-Fernsehsender der ARD im Kanal E2, solange diese Sender in Betrieb sind
  • Frequenzbereich 50,0 bis 51,0 MHz
  • Begrenzung auf maximal 400 Watt ERP
  • nur horizontale Antennenpolarisation
  • keine Beschränkung von Sendearten, aber Beschränkung auf eine maximale Bandbreite von 5 kHz


W32/AGZ-WURM BEI DB0WW-REPEATER-SOFT

(rps) HamRadio 2day wird unter anderem jeden Sonntagmorgen um 10:45 Uhr Ortszeit auf dem 2-Meter-Relais Duisburg - das ist DB0WW auf 145,625 MHz - ausgestrahlt. Seit einigen Wochen ist das Relais genau zu diesem Zeitpunkt immer abgeschaltet, um dann wenige Minuten später um 11:00 Uhr pünktlich zum DARC-Rundspruch wie Phoenix aus der Asche wieder in die Luft zu gehen. Eine Anfrage bei der Regulierungsbehörde, ob dieses Verhalten des Verantwortlichen als Ausschluss von der Nutzung der automatischen und fernbedienten Amateurfunkstelle zu werten sei, was bekanntlich nur bei Missbrauch zulässig ist, ergab diese Woche die folgende Antwort:

"Der Zuteilungsinhaber der Relaisfunkstelle DB0WW hat mit Schreiben vom 16.01.2003 der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post - unter anderem - wiederholte mutwillige Störungen der Relaisfunkstelle angezeigt und mitgeteilt, dass er die Relaisfunkstelle wiederholt kurzfristig abgeschaltet hat. Zusätzliche technische Probleme mit der Relaisfunkstelle, die auch zu Ausfällen oder Abschaltungen führen konnten, können voraussichtlich erst nach Ende der Winterperiode behoben werden. Dem Zuteilungsinhaber kann von der RegTP kein Verstoß gegen die Auflage 2.4.2.7. der DV-AfuG angelastet werden."

Bei DB0WW kommt demnach ein interessantes Equipment zum Einsatz: Bei der Erkennung von Aussendungen der AGZ e.V. schlägt ein Virus in der Relaissoftware zu: der W32/AGZ-Wurm, der in diesem Fall einen technischen Defekt auslöst und den Sender automatisch abschaltet - Absicht wollen wir doch nicht unterstellen - oder? Vielleicht veröffentlicht der Relaisbetreiber diese bahnbrechende neue Technologie demnächst ja einmal.

Hoffen wir also auf das Ende der Winterperiode. Bis dahin senden wir schlicht auf der Ausgabe von DB0WW - mit ausreichend hoher Strahlungsleistung, um das Gebiet auch ohne Relais zu versorgen.


DRAMATISCHE EINNAHMEVERLUSTE

(hfs) Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat im Jahr 2002 dramatische Einnahmeverluste hinnehmen müssen. Dies geht aus dem Jahresbericht 2002 hervor, den die Behörde am 12. Februar veröffentlicht hat. Statt erwarteter Einnahmen aus Gebühren und Beiträgen in Höhe von 120,8 Millionen Euro erzielte die RegTP ein Defizit von 15,5 Millionen Euro.

Als Grund für diese defizitäre Bilanz nennt die Behörde "Erstattungen von Gebühren und Beiträgen" nach verlorenen Gerichtsprozessen vor dem Verwaltungsgericht Köln und dem Bundesverwaltungsgericht Berlin. Bei diesen Gerichtsprozessen ging es um EMV-Beiträge sowie Gebühren und Beiträge aus den TK-Nummerngebühren- und Lizenzgebühren-Verordnungen. Für das laufende Jahr 2003 rechnet die RegTP mit Einnahmen in Höhe von 227,8 Millionen Euro. Der RegTP-Jahresbericht 2002 kann im Internet unter

www.regtp.de/imperia/md/content/aktuelles/jb2002.pdf

als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Quelle: FM - Das Funkmagazin

NEW YORKER STADTRAT BESCHLIESST HANDY-VERBOT

(hfs) In New York sind Kinos, Theater und Museen zu handyfreien Zonen erklärt worden. Das Piepsen und Bimmeln sei dort unerwünscht, berichtete die New York Times. Wer in kulturellen Einrichtungen der Stadt sein Mobiltelefon benutze, muss künftig mit einer Geldbusse von 50 US-Dollar rechnen. Ein eingeschaltetes Handy allein soll allerdings wohl nicht geahndet werden, wenn es auf Vibrationsalarm geschaltet ist und bei einem Anruf außerhalb der Räumlichkeiten genutzt wird.

Quelle: Heise Newsticker


ÄLTESTER LEBENDER FUNKAMATEUR GESUCHT!

(hfs) Wer ist der älteste lebende Funkamateur und welcher Funkamateur hat die älteste Amateurfunklizenz? Beide Fragen kamen in einem QSO zwischen Tex - W5BQU - und anderen amerikanischen Funkamateuren auf. Tex ist 102 Jahre alt. Wenn Sie Funkamateure kennen, die älter sind als Tex oder bereits sehr lange ihre Lizenz haben, senden Sie diese Information an

www.qrz.com.


ZEITSCHRIFT "CB-funk" WIRD EINGESTELLT

(hfs) Die Fachzeitschrift "CB-funk" wird mit der März-Ausgabe 2003 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Damit verschwindet die einzige am Kiosk erhältliche Hobbyfunk-Zeitschrift vom Markt.

Die "CB-funk" erscheint seit März 1990 im Verlag für Technik und Handwerk (vth), der zur WAZ-Gruppe gehört. Die Einstellung des Blattes kommt nach Ansicht von Branchenkennern nicht überraschend. Das geringe Anzeigenaufkommen und die stagnierende Auflage ließen aus unternehmerischer Sicht offenbar keine andere Entscheidung zu.

Der Verlag weist darauf hin, dass sich die CB-Funk-Szene in der letzten Zeit stark verändert habe. Die Zahl der aktiven CB-Funker sei stark rückläufig. Dies sei unter anderem auf neue Medien wie Internet und Handy zurückzuführen. Außerdem hätten sich viele CB-Funker durch die Einsteigerklasse 3 dem Amateurfunk zugewandt. Dadurch - so der Verlag - seien "die Funkdienste immer mehr zusammengewachsen, so dass wir nun von einer großen Funkgemeinschaft sprechen können". Der Verlag empfiehlt den "CB-funk"-Lesern, in Zukunft zur Schwesterzeitschrift "funk" zu greifen, die auch über Neuentwicklungen im Jedermannfunk berichten wird.

Quelle: FM - Das Funkmagazin


NACHLESE AUS EA8

(hfs) Am 11.2.2003 um 16h10 UTC rief PY2DX CQDX auf 10 Meter und kreierte nur ein mäßiges Pile-Up aus Europa. Danach kam er allerdings mit

CQDX EUROPE QRP ONLY

und entfachte einen wahren Sturm von Anrufen, speziell aus Deutschland. Danke Paul für diese "unbewusste" lebhafte Demonstration der aktuellen Lage der Funkamateure in DL unter der BEMFV. Ich selbst sprach auch mit Paul unter Nutzung meines FT-817 mit fünf Watt am Vier-Band-Trap-Dipol. Tags darauf funktionierte mit der gleichen Anlage ein FM-QSO über einen 10 Meter-Repeater in den USA mit Dannie - HB9LCQ -, der sich seinerseits von 70 cm aus LINKEN lies.

Wer Amateurfunk nicht "tierisch" ernst nimmt und im Urlaub ein wenig den Zufall liebt, der kommt auch in Fonie trotz leichten Gepäcks ganz schön rum. Natürlich braucht die Gegenstation zumindest ein gutes Hörvermögen, sowohl elektronisch also auch biologisch. Für die digitalen Betriebsarten reichen die fünf Watt allemal. Nur dazu braucht man in der Regel um so mehr eine gute Lesehilfe.


Vy 73
Hermann, DL1EEC

Dieser Rundspruch ist zur persönlichen Nutzung von Funkamateuren und zur Nutzung durch Amateurfunk-Medien bestimmt. Vervielfältigungen und Zitate mit Quellenangabe sind in diesem Rahmen grundsätzlich gestattet und erwünscht. Rückfragen und Anregungen adressieren Sie bitte an dl0agz@aol.com im Internet oder an dl1eec@db0zka in Packet Radio.