HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 110 / 2003 vom 07.12.2003

Redaktion: Hermann Schulze, DL1EEC


LEITARTIKEL

(hfs) Ich habe Verständnis für den Wettbewerb, den der Deutschland-Rundspruch mit HamRadio 2day führt. Ebenso sehe ich es sehr positiv, dass der Deutschland-Rundspruch an Qualität und Aktualität in den letzten Wochen deutlich zulegt; das kann dem Funkamateur in DL nur nützlich sein.

Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass Sysops von Repeatern ihre exklusiv zugeteilten Frequenzen dazu benutzen, um sie abzuschalten, also um Zensur auszuüben. Sie üben diese Zensur aber nicht gegenüber der AGZ, sondern ihren Zuhörern gegenüber aus.

Ich halte auch die OM für fehlgeleitet, die sich vom DARC beauftragt fühlen, die Aussendungen von HamRadio 2day mutwillig zu stören. Sie machen sich selbst zu genau denjenigen Trägerdrückern, die sie lauthals in so genannten "Ham-Spirit-Bulletins" anklagen.

Wir leben derzeit in der besinnlichen Adventszeit. Wie wäre es, wenn wir uns ALLE auf das wesentliche im Amateurfunkdienst besinnen ?

AUF DIE VERSTÄNDIGUNG!

Hermann, DL1EEC


EU-KOMMISSION WILL POWERLINE FÖRDERN

(red) Die EU macht Ernst: Zum Jahresbeginn 2004 startet die Europäische Kommission ein Projekt zur Förderung der Powerline-Technologie. Dieses Projekt mit dem Namen "Open PLC European Research Alliance" ? oder kurz OPERA ? betreibt die Kommission im Rahmen der Initiative eEurope. Wichtig ist der EU vor allem, dass durch Powerline auch strukturschwache und ländliche Gebiete mit breitbandigem Internetzugang versorgt werden; das schnelle Internet per Steckdose wurde in diesem Zusammenhang schon oft als Entwicklungschance propagiert.

Im Rahmen von OPERA werden 40 EU-Unternehmen der Energieversorgungsbranche in einem Konsortium zusammenarbeiten ? darunter ENEL, EDF und die MVV Energie AG ? und in den nächsten zwei Jahren gemeinsam Powerline in Europa weiterentwickeln und implementieren. Für diese erste Phase des Projektes ist ein Gesamtbudget von 20 Millionen Euro eingeplant, wovon die beteiligten Konzerne elf Millionen tragen und die EU neun Millionen aus Steuergeldern spendiert. Insgesamt sind vier Jahre für OPERA projektiert.

Quelle: Heise Newsticker


AMSAT P5-A BODENSTATION HÖRT MARS-EXPRESS

(red) Am Sonntag, dem 16. November wurde in Bochum zum ersten Mal das Signal des rund 102 Millionen Kilometer entfernten MARS-EXPRESS für viele Stunden auf 8,4 GHz mit einer ausgezeichneten Signalstärke von 40 dB Hz bei etwa 6 dB Signal-zu-Rauschabstand in SSB-Bandbreite empfangen. Die Empfangseinrichtung bestand aus einem Horn-Strahler, einem Low-Noise-Downkonverter auf 1270 MHz mit Vorverstärker und einem YAESU FT-736R mit NF-Leistungsmesser. Die Signale benötigten für diese Entfernung trotz Lichtgeschwindigkeit rund sechs Minuten. Der Empfang von MARS-EXPRESS durch Funkamateure ist wohl weltweit erstmalig.

Quelle: www.amsat-dl.org


ZDF: ZEITPLAN FÜR DIGITALES ANTENNENFERNSEHEN

(red) Das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) hat nach Darstellung von ZDF-Intendant Markus Schächter nach erfolgreichem Start in Berlin/Brandenburg seine Feuerprobe bestanden. Der Mainzer Sender werde sich daher weiter aktiv an den Länderinitiativen zur Einführung von DVB-T beteiligen, sagte Schächter laut dpa bei der ZDF-Fernsehratssitzung am Freitag in Mainz. Bei der Umstellung auf DVB-T entstehe neben Satellit und Kabel ein dritter digitaler Fernsehzugang. Bis spätestens 2010 soll der bundesweite Umstieg von der analogen auf die digitale Technik vollständig vollzogen sein.

Im Herbst 2004 soll in Hessen der Ballungsraum Frankfurt/Wiesbaden/Mainz umgestellt werden. Hier wäre ein Potenzial von 7,5 Millionen Einwohnern über Dachantenne erreichbar, erklärte Schächter. Später sollen auch Kassel, Mittelhessen und Fulda/Vogelsbergkreis erschlossen werden. In München und Nürnberg soll der TV-Empfang per DVB-T ebenfalls im Oktober 2004 starten, Ende Mai sollen bereits Hannover, Bremen und Köln mit DVB-T-Übertragungen versorgt werden.

Quelle: Heise Newsticker


E-BAY IM VISIER DER FINANZÄMTER

(hfs) Ich habe diese Woche in Artikeln der "Welt", des "Remscheider Generalanzeigers" und der "BM" gelesen, dass die Finanzämter zunehmend private Verkaufsaktivitäten mit den Steuererklärungen der Anbieter vergleichen. Besonders E-BAY ist als Informationslieferant aufgefallen. Die Grenzen zur gewerblichen Tätigkeit sind demnach nicht fließend, sondern fest definiert.

Den Steuereintreibern kommt es nicht auf das gelegentliche Veräußern an, sondern auf die regelmäßige Einnahme. Es ist also angeraten, dass Funkamateure und Organisationen sich mit ihrer REGELMÄSSIGEN Verkaufstätigkeit in den elektronischen Medien etwas zurückhalten ? oder aber gesetzestreu ihre Steuern entrichten.


MOBILFUNK-KONZERNE WOLLEN GELD ZURÜCK

(red) Die sechs österreichischen UMTS-Handynetzbetreiber haben Ende vergangener Woche Klagen gegen den österreichischen Staat eingereicht. Ihr Ziel: Sie wollen insgesamt 140 Millionen Euro als Vorsteuerabzug zurückerhalten. Das meldet die Financial Times Deutschland.

Ihr Argument: Der Finanzminister hätte bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen im November 2000 eine Rechnung unter Angabe der Mehrwertsteuer von 20 Prozent ausstellen müssen. T-Mobile Austria, Telekom Austria, Hutchison, die Telefonica-Tochter 3G, Connect Austria und Telering klagen daher auf "Ausstellung einer Rechnung". Sollten die Firmen in Österreich erfolgreich sein, könnten sie sich auch in anderen Ländern den Vorsteuerabzug zurückholen, denn in keinem europäischen Land habe der Staat bei der Vergabe von UMTS-Lizenzen eine Umsatzsteuer verrechnet. Allein in Deutschland würde das den Staat sieben Milliarden Euro kosten.

Quelle: Heise Newsticker


REF STREBT DEUTSCHES MODELL AN

(hfs) Auf der Website des französischen Amateurfunkverbands REF ist nachzulesen, dass die Franzosen ihre 13.000 Funkamateure der CEPT-Klasse 2 ohne Gesetzesänderung, aber mit einer Verordnung auf die Kurzwelle lassen wollen, um somit die Ergebnisse der WRC-03 endlich umzusetzen. Bemerkenswert ist, dass man schon arg suchen muss, um an solche Informationen zu kommen.

Quelle: www.ref-union.org

NEUES VON VERNETZTEN Repeatern

(hfs) DL1YBL hat in der letzten Woche seine Zuteilungen für die APCO-25 Repeater bekommen. Die DTMF-Links bei DB0TZ im Ruhrgebiet und DB0FT auf dem Feldberg/Taunus sind bereits in Betrieb. Funktionen und die DTMF-Kommandos resultieren aus den ersten beiden Ziffern der Postleitzahlen. So stehen

45 für Hohe Mark DB0TZ/DB0UR,
61 für Feldberg DB0FT und
59 für Winterberg DB0LR.

Quelle: www.db0ur.de


KEINE WEIHNACHTSPAUSE BEI HAMRADIO 2DAY

(hfs) HamRadio 2day hören Sie wie gewohnt ohne Unterbrechung über die Feiertage. Am Sonntag vor Silvester kommt jetzt in dritter Folge unser JAHRESRÜCKBLICK.

Wir halten Sie informiert; JEDE Woche.

Ihre Redaktion von HamRadio 2day.


ZUM GUTEN SCHLUSS

(hfs) ... Ein Funkhaus ist Dantes Inferno in der Inszenierung von Willy Millowitsch..

Quelle: Herbert John

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Hermann, DL1EEC

Dieser Rundspruch ist zur persönlichen Nutzung und zur Nutzung durch Amateurfunk-Medien bestimmt. Vervielfältigungen und Zitate mit Quellenangabe sind in diesem Rahmen grundsätzlich gestattet und erwünscht. Rückfragen und Anregungen adressieren Sie bitte an dl0agz@aol.com im Internet oder an dl1eec@db0zka in Packet Radio.