HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 173 / 2005 vom 06.03.2005

Redaktion: Hermann Schulze, DL1EEC

Autoren:

Hermann Schulze, DL1EEC (hfs)

  Wolfgang van Gels, DL5EDA (wvg)
 
 
Kontakt:
dl0agz@agz-ev.de

 

LOB FÜR DIE AGZ

(hfs) in der CQ DL als offiziellem Organ des DARC e.V. ist neu. In der Ausgabe März 2005 schreibt OM Böttcher, DK2NH, auf Seite 153 innerhalb seines Beitrags zur Koordination von Relaisfunkstellen:

"Egoismen einzelner Funkamateure und selbst ernannter 'Zukunftsapostel' haben möglicherweise dazu geführt, in der Verwaltung eine neue Richtung einzuschlagen."

Die AGZ hat eben die bessere Lobbyarbeit gemacht und offensichtlich auch sachbezogenere Argumente ins Feld geführt. Das hat doch was!

Hermann, DL1EEC


DESINFORMATION

(hfs) ist beim IARU-Vertreter in Deutschland noch immer in. Die ministerielle Begründung zur AFuV-2005 wurde der Führungsebene dieses Lobbyvertreters in Amateurfunkfragen nämlich bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durch die Behörde nicht zu Verfügung gestellt, obwohl sie bereits zusammen mit dem so genannten "Schlink-Brief" dem DARC zuging.

Ganz offensichtlich hatte die juristische Verbandsbetreuung nämlich diese Begründung in ihre Kommentierung bereits lange textlich eingebaut. Sollten Sie die Begründung zur AFuV-2005 benötigen, so finden Sie diese im Internet auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit und der AGZ e.V.


KOSTENLOS EIN BETRIEBSSYSTEM TESTEN

(hfs) kann man nun bei Microsoft. Die 64-Bit-Version des neuen Windows 2003 – XP64 – kann man sich von der Homepage des Anbieters mit 550 MB Umfang in der englischen Version runterladen. Diese Testversion läuft allerdings nur 12 Monate.

Nach der Anmeldung erhält man eine Email mit der Download-Adresse und der Seriennummer. Voraussetzung ist allerdings eine moderne 64-Bit-Hardware mit z.B. Intels Itanium-Prozessor.


CONTEST AUF 160 METER

(hfs) ist seit zwei Wochen laut AFuV-2005 in weiten Bereichen unzulässig. Trotzdem tummelten sich am 26. und 27. Februar einige deutsche Contester recht fröhlich auf den betroffenen Frequenzen rum. Hier mein SWL-Log mit "CQ Contest"-Rufern von 1850 bis 2000 kHz:

 
26.02.2005
 
 
UTC
kHz
Call
 
 
17:47
1919,1
DJ1AA
 
17:47
1887,0
DL2DBH
 
17:49
1876,1
DJ8UV
 
22:31
1891,2
DJ2MX
 
22:33
1854,4
DM5TI
 
22:37
1891,2
DF3CB
 
 
27.02.2005
 
 
18:54
1875,1
DJ4PT
 
21:24
1880,3
DM2BPG

Der RTA und die Behörde – beide hatten an dieser Stelle offensichtlich Konsens – bestätigen sich damit selbst, wie unsinnig ein in Europa einmaliges Contestverbot ist, wenn in erster Linie das Mitglied und in zweiter Linie der Bürger sich nicht daran halten. Warum auch? Was unterscheidet eine Sendung mit dem Inhalt "CQ-160" von derjenigen mit dem Inhalt "CQ Contest" auf der Ebene der Frequenznutzung? Der Sekundärstatus besagt doch bereits alles. Wer das erklären kann, schreibe bitte an die Redaktion von HamRadio 2day.


BEEINTRÄCHTIGT DER WEGFALL VON CW

(hfs) die Qualität des Amateurfunkdienstes in Deutschland? Ähnliche Fragen stellen sich zur Zeit auch die Amerikaner und vergleichen die Usancen der CB-Funker mit denen der Funkamateure. Die Amerikaner kommen dabei zu einer eindeutigen Antwort: Nicht CW hatte früher die Qualität der Funkamateure bestimmt, sondern der soziale Status und das private soziale Umfeld. Und was fast noch wichtiger ist: die Ausbildung und die Praxis in der Betriebstechnik. Dies dürfte in Deutschland nicht viel anders sein.


DIE NÄCHSTE IARU-REGION-1-KONFERENZ

(red) findet vom 11. bis zum 15. September 2005 in Davos in der Schweiz statt. Die Mitgliedsverbände haben ihre Einladung bereits erhalten. Sollte Sie Ihr Mitgliedsverband noch nicht informiert haben, schreiben Sie bitte eine Email an:

g3ozf@btinternet.com

Die Sitzungspapiere erhalten Sie Ende April 2005. Sie können sie aber auch direkt von der Website der IARU-Region 1 runterladen, das ist

www.iaru-r1.org


AUCH SPANIEN VERLÄSST DIE CW-PRÜFUNG

(red) Das berichtet die Union De Radioaficionados Espanoles (URE) und kommuniziert mit Wirkung zum 3. März 2005 zwei wesentliche Änderungen in Spaniens "AFuV": Erstens benötigen Klasse A – General genannt – und Klasse C namens Novice nun keine Morsetelegrafieprüfung mehr. Zweitens können Klasse A und Klasse B – letztere ist die ehemalige UKW-Lizenz – das 50-MHz-Band von 50 bis 51 MHz unter "spezieller und einzelner Erlaubnis" ähnlich des Prozederes in Deutschland nutzen.

Quelle: ARRL


HANDYS NUN WIEDER SCHÄDLICH?

(red) Diesmal sollen Handys möglicherweise die Qualität der Spermien vermindern: Nach den Ergebnissen eines australischen Wissenschaftlers schädigen Funkwellen mit den typischen Mobilfunkfrequenzen das Erbgut der männlichen Keimzellen von Mäusen. Andere Forscher sind jedoch skeptisch, ob die beobachteten Effekte tatsächlich auf den Menschen übertragen werden können. Über die Studie von John Aitken von der Universität von Newcastle im australischen New South Wales berichtete das Wissenschaftsmagazin New Scientist am 12. Februar auf Seite 13.

Quelle: Forschungsgemeinschaft Funk

Anmerkung der Redaktion: Bei allen Forschungen zum so genannten Elektrosmog und athermischen Effekten fällt auf, dass Beeinflussungen offensichtlich unabhängig von den verwendeten Frequenzen sind. Das macht diese Art von Studien bestimmt nicht seriöser.


DIE PETER THE FIRST ISLAND DX-PEDITION

(red) ist neuerlich verschoben und zwar in das Jahr 2006. Die lange erwartete DXpedition, die schon 2004 durchgeführt werden sollte, muss jetzt noch ein Jahr warten. Das Team berichtete, dass das Charter-Schiff für die Strecke von Argentinien bis zur Antarktis nicht zu Verfügung stand. Die Teamleiter Bob Allphin, K4UEE, und Ralph Fedor, K0IR, sagten: "Die letztlich oftmaligen Verspätungen des Schiffsdienstes machen die Aktion einfach unplanbar und rechtfertigen den Aufwand dieses Jahr nicht."

Quelle: RSGB


ZUM GUTEN SCHLUSS

(wvg) ... ich habe mir die neue AFuV dreizehnmal durch den Kopf gehen lassen. Wenn ich richtig liege, dann bleibt bei den Relais nichts mehr zu regulieren übrig. Es sei denn, der Frequenznutzungsplan wird im Bereich Amateurfunk geändert.

Wolfgang, DL5EDA


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Hermann, DL1EEC