HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 242 / 2006 vom 20.08.2006

Redaktion: Till Uhde, DL9JT

Autoren:
Till Uhde, DL9JT (tu)
  Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ (rps)
   
Kontakt:
dl0agz@agz-ev.de

 

LEITARTIKEL

(tu) Von unerwarteter Stelle kam in letzter Zeit ausgeprägte Unterstützung für die Argumentation der AGZ e.V. für die Einführung der Entry Level Licence auch in Deutschland. Wir stellten sie Ihnen auf der HamRadio in Friedrichshafen ausführlich vor.

In mehreren Statements und Presseerklärungen hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen die Notwendigkeit der Heranführung schon jüngster Schulkinder an die Naturwissenschaften erklärt. Es geht dem Ministerium hierbei wohlgemerkt auch oder gerade um Chemie und Physik – die Disziplinen eben, denen es heute an qualifizierten Ingenieuren mangelt.

Explizit die Arbeitgeberverbände NRW forderten in einer Pressekonferenz am 8. August, die "Schieflage zu korrigieren, die in der Vergangenheit naturwissenschaftlichen Inhalten ... viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte." Und: "Das Bildungssystem muss frühzeitig die naturwissenschaftliche Neugier der Kinder befriedigen." Das bedeutet aber auch, die Kommunikation mit Hilfe elektromagnetischer Strahlen praxisnah bereits in den Grundschulen anzubieten.
Was liegt näher, als dies im Rahmen einer eigens dafür zugeschnittenen Amateurfunkgenehmigung anzubieten?

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter

www.bildungsportal.nrw.de

Till, DL9JT


KURZWELLE FÜR KLASSE E BALD AUCH IN DEN NIEDERLANDEN

(rps) Wir wurden immer wieder von Funkamateuren gefragt: Öffnet auch unser Nachbarland Niederlande Funkamateuren der nationalen Klasse N – sie entspricht der europäisch harmonisierten "CEPT Novice Radio Amateur Licence" – die Kurzwelle? Und wenn ja, wann? Letzte Woche hat die niederländische Regulierungsbehörde die entsprechende Frage der AGZ e.V. ausführlich beantwortet.

Das Königreich der Niederlande wird voraussichtlich noch im dritten Quartal beschließen, die folgenden Frequenzbereiche für alle Betriebsarten und mit einer Senderausgangsleistung von bis zu 25 Watt PEP seinen Einsteigern zuzuteilen: 7050 bis 7100 kHz, 14000 bis 14250 kHz und 28000 bis 29700 kHz, also lediglich Teile des Vierzig- und Zwanzigmeterbandes sowie Zehnmeter. Der Termin, wann diese neuen Bestimmungen in Kraft treten sollen, ist heute noch nicht genau bekannt.

Die Regelungen werden dann auch für deutsche Funkamateure der Klasse E in den Niederlanden gelten, während schon bald niederländische Funkamateure in Deutschland allerdings wesentlich mehr – und andere – Kurzwellenfrequenzen nutzen dürfen – und dies mit bis zu 100 Watt Senderleistung.


FREQUENZNUTZUNGSPLAN INTERAKTIV

(rps) Haben auch Sie sich schon geärgert, wenn Sie im Frequenznutzungsplan umständlich zum Beispiel alle Amateurfunkzuteilungen heraussuchen mussten? Damit soll nun Schluss sein. Die Bundesnetzagentur experimentiert mit einer interaktiven Internetversion des Plans. Hier kann man über eine geeignete Suchmaske auf eine strukturierte Datenbank zugreifen, die einem dann die gewünschte Auswahl auf dem Bildschirm präsentiert.

Suchen kann man zur Zeit nach Frequenznutzungsteilplänen, Funkdiensten, Frequenznutzungen, Funkanwendungen, nach Einträgen mit befristeter Nutzungsdauer und nach Nutzungsbestimmungen. Versuchen Sie es einfach einmal, bis auf weiteres finden Sie die "noch inoffizielle Version" unter der Adresse

www.fnp.wbbn.de


ZUSÄTZLICHER SENDEPLATZ FÜR HAMRADIO 2DAY

(red) im Saarland. Sonntags morgens um 11:15 Uhr Ortszeit hören Sie ab sofort unser Amateurfunkmagazin über das Siebzigzentimeterrelais Tholey auf der Frequenz 438,775 MHz. Es steht auf dem höchsten Berg des Saarlands und hat die Echolink-Nodenummer 29234. Das Rufzeichen ist DO0KA und der Locator JN39ML. Vielen Dank an die Betreiber!


PODIUMSDISKUSSION IN BENSHEIM

(red) Die Redaktion erreichte eine Information von Peter Pfliegensdörfer, DL8IJ. Er ist Mitorganisator der Weinheimer – will sagen Bensheimer – UKW-Tagung – und darum geht es auch. Peter schreibt:

"Auch 2006 werden wir auf der UKW-Tagung wieder eine Podiumsdiskussion veranstalten, in diesem Jahr zum Thema Relaisfunkstellen. Teilnehmen werden neben zahlreichen Relaisbetreibern auch verantwortliche Mitarbeiter der Bundesnetzagentur.

Wir meinen, dass diese Veranstaltung – mit Beteiligung von Betreibern, Benutzern und der Behörde – eine wirklich gute Gelegenheit zum Informations- und Meinungsaustausch darstellt! Durch die Präsenz der Behördenvertreter lassen sich womöglich sogar einige positive Weichenstellungen erzielen. Wie im Vorjahr wollen wir uns auf rund 90 Minuten beschränken, wobei mindestens 30 Minuten für die Beantwortung von Fragen und Anregungen aus dem Publikum vorgesehen sind.

Die Moderation übernimmt Fritz Edinger, DL5FAU. Fritz ist seit 1967 Funkamateur, sein Rufzeichen damals war DK2DPX, er war von 1981 bis 1997 Vorsitzender des DARC-Distrikts Hessen und ist seit 2006 Vorsitzender des Ortsverbands Baunsberg sowie Koordinator der Interessengemeinschaft Fuchskaute im DARC e.V. Hier die Kurzvorstellungen der Diskussionsteilnehmer, die bisher zugesagt haben:

  • Peter Baier, DJ3YB: Erbauer und Betreiber der Relaisfunkstellen auf der Zugspitze, in fast 3.000 Metern Höhe die höchsten Relaisfunkstellen Deutschlands,

  • Jochen Berns, DL1YBL: Betreiber und Erbauer von analogen und digitalen Sprachrelais vorwiegend im Ruhrgebiet, Technikreferat im VFDB, Vorsitzender dessen Ortsverbands Z34. Entwicklung und Realisation des Konzepts zur dynamischen Verlinkung von Relais mittels DTMF-Tönen über HF. Aufbau und Betrieb der fünf APCO25-Relais im Bundesgebiet,

  • Hermann Böhm, DK6XH: Seit 1977 Entwickler, Erbauer und Betreiber der Augsburger Relaisfunkstellen DB0UA und DB0UAA,

  • Rocco Busch, DL1XM: Betreiber zahlreicher Relaisfunkstellen in den neuen Bundesländern und im Rhein-Main-Gebiet. Bezirksverbandsvorsitzender des VFDB Sachsen von 1995 bis 2005,

  • Bernhard Klaucke, DL6XB: Spezielle Kenntnisse auf dem Gebiet der 10-Meter-FM-Relais. Betreiber und Relaisverantwortlicher der Relaisfunkstelle DF0HHH auf dem Fernmeldeturm Rosengarten bei Hamburg. Entwickler des HF-Relaiskoppelsystems nach dem DL6XB-Monitoringverfahren. Mitarbeiter im UKW-Referat des DARC-Distriktes Hamburg und Schriftführer der Relaisarbeitsgruppe Hamburg e.V.,

  • Helmut Möller, DF1WN: Sachbearbeiter für Amateurfunkangelegenheiten bei der Bundesnetzagentur in Mainz. Arbeitsschwerpunkte: Rechtsangelegenheiten im Amateurfunk, Änderungsvorschläge zu Gesetz und Verordnung, fachliche Stellungnahmen bei kollisionsbehafteten Störfällen, Planung und Fortschreibung von Frequenzen zur Zuteilung nach Paragraf 13 AFuV, Erstellung von Amtsblattmitteilungen und Amtsblattverfügungen, Bearbeitung von Anfragen und Beschwerden,

  • Rainer Pruggmayer, DL7RP: Vorsitzender des DARC-Distrikts Baden. Zwölf Jahre Vorsitzender dessen Ortsverbands Mannheim. Mitglied der Peilgruppe Kalmit,

  • und Holger Thomsen, DB6KH: Erster Vorsitzender des VFDB. Stellvertretender Vorsitzender des 'Runden Tisches Amateurfunk'.

... Sowie natürlich viele Zuschauer und Mitdiskutierer! Es haben sich bereits zahlreiche engagierte OMs angekündigt, die im Publikum sitzen und sich von dort aktiv beteiligen werden.

Jetzt fehlt nur noch der Ort und die Zeit der Veranstaltung: das ist Samstag, der 23. September 2006 um 10:00 Uhr Ortszeit im Audimax der Karl-Kübel-Schule in 64625 Bensheim in Südhessen, der Locator ist JN49hq. Die offizielle Internetadresse der UKW-Tagung lautet übrigens www.ukw-tagung.de."


Vy 73,
Till, DL9JT