HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 291 / 2008 vom 18.05.2008

Redaktion: Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ

Autoren:
Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ (rps)
  Svenja Delvos, DO3SD (sd)
   
Kontakt:
dk0agz@agz-ev.de



AGZ AUF DER HAM RADIO IN FRIEDRICHSHAFEN

(sd) Im Juni ist es wieder soweit: In der Zeit vom 27. bis zum 29. Juni findet wieder die alljährliche größte Amateurfunkmesse in Deutschland statt und wir – die AGZ – sind wieder mit dabei. Ihr findet uns in der großen Halle A1 auf dem Stand Nummer 222. Wir werden während unserer Vorstellungen unter anderem  folgende Themen ansprechen:

  • die Entry Level Licence
  • das neue EMVG in der Praxis
  • Störfallregelungen
  • Europäische Regulierungsbehörde
  • Gebührensenkung
  • Notfunk

und vieles mehr …

Weiterhin gibt es bei uns Präsentationen von Echolink und D-Star und von einigen anderen interessanten Betriebsarten. Auf 439,250 MHz haben wir für die Messezeit in Friedrichshafen ein Relais mit Echolinkanbindung in Betrieb. Die Nodenummer für den Echolinkeinstieg lautet 199329. Hier könnt Ihr Euch einweisen lassen und Euch über den Beginn der jeweils nächsten Vorführung informieren. Auf unserem Stand verschenken wir kleine technische Artikel und so genannte Giveaways. Wir freuen uns auf Euren Besuch.

Vy 73, Svenja, DO3SD.


NEUE RUFZEICHEN IN GROSSBRITANNIEN

(rps) Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat angekündigt, für die "Foundation Licence" ab sofort den Rufzeichenblock M6 auszugeben. Grund ist, dass der bislang verwendete M3-Block bereits fast vollständig vergeben ist. Die "Foundation Licence" im Vereinigten Königreich entspricht der Entry-Level-Licence gemäß ECC-Report 89 der CEPT.


NEUER SONNENFLECKENZYKLUS VERSPÄTET?

(rps) Das Space Environment Center der NOAA, der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA, hat diese Woche in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass der neue Sonnenfleckenzyklus wahrscheinlich erst im März nächsten Jahres beginnen wird. Nach einer intensiven Diskussion mit internationalen Sonnenexperten geht das Space Environment Center nun davon aus, dass das kommende Sonnenfleckenmaximum zwischen Oktober 2011 und August 2012 stattfinden wird. Seine maximale Intensität schätzt man jetzt auf 90 bis 140 Sonnenflecken. Bisher war man von einem Zyklusbeginn schon in diesem Frühjahr ausgegangen – und auch von einem deutlich intensiveren Maximum.

Quelle: NOAA


ITALIEN: SIEBZIG MEGAHERTZ ERNEUT VERFÜGBAR

(rps) Mit einer Bandbreite von bis zu 25 Kilohertz dürfen italienische Funkamateure ab sofort die Einzelfrequenzen 70,1, 70,2 und 70,3 Megahertz nutzen, wie bereits im vergangenen Jahr. Die Strahlungsleistung ist dabei auf 25 Watt ERP begrenzt. Die Experimentalzuweisung ist zunächst bis zum 31. Dezember 2008 befristet. Das Band steht allen Funkamateuren in Italien offen – in allen Sendearten. Lediglich in einem 30 Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze zu Frankreich, der Schweiz und Österreich ist kein Sendebetrieb erlaubt. In den Sommermonaten eröffnet sich damit zum Beispiel auf 50 MHz den deutschen Funkamateuren mit Zeugnisklasse A die interessante Möglichkeit, Crossband-QSOs mit Italien zu führen.


50 EURO BELOHNUNG

(red) für denjenigen, der ein eingeschaltetes Hochfrequenzfeld erkennt! Und zwar ohne Messgeräte, einfach nur mit dem eigenen Körper und seinen Sinnen. Über dieses bemerkenswerte Experiment berichtete kürzlich die Forschungsgemeinschaft Funk in ihrem Newsletter. Hier die Details.

Die Universität Turku in Finnland startete dieses Preisausschreiben und führte 600 Tests an 84 Probanden beiderlei Geschlechts durch. Ein am Kopf befestigtes Handy ohne Lautsprecher und mit externer Ansteuerung der Antenne wurde von einem Computer in einem dem Probanden angezeigten Zeitraum mit je 50 Prozent Wahrscheinlichkeit ein- oder ausgeschaltet. Die Frequenz betrug 902 Megahertz und die Leistung etwa ein Watt. Zum Einsatz kam das übliche GSM-Verfahren mit einer Pulsrate von 217 Hertz.

Die Probanden sollten antworten: "ein" oder "aus". In einem zweiten Test sollten sie erkennen, ob sich das Feld während der angegebenen Zeit verändert. Den Preis, nämlich die besagten 50 Euro, die bei einer Treffsicherheit von mindestens 75 Prozent gezahlt worden wären, hat keiner der Probanden gewonnen, obgleich sechs Personen in dieser zufällig zusammengesetzten Gruppe angaben, "elektrosensibel" zu sein. Diese zeichneten sich gegenüber den übrigen Probanden lediglich dadurch aus, dass sie überdurchschnittlich häufig angaben, das Feld sei eingeschaltet. Interessant waren jedoch zwei Personen, die im ersten Durchgang die statistisch völlig unwahrscheinliche Trefferzahl von 94 beziehungsweise 97 Prozent erreichten. Beide hatten sich nicht als "elektrosensibel" eingeschätzt. Bei dem zweiten Durchgang, einen Monat später, lagen sie jedoch im statistischen Mittel. Sie konnten keine Auskunft darüber geben, wie sie das Feld empfunden hatten, sie spürten auch keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigung. Der Befund ist jedoch bemerkenswert. War es eine unterschwellige Wärme-Empfindung an einem Tag besonderer individueller Sensibilität?

Quelle: Newsletter 1/2008 der Forschungsgemeinschaft Funk


Vy 73,
Ralph, DC5JQ