HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 317 / 2009 vom 05.04.2009

Redaktion: Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ

Autor:
Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ (rps)
   
Kontakt:
dk0agz@agz-ev.de



VIERZIGMETERBAND ERWEITERT

(rps) Am letzten Sonntag musste der Kurzwellen-Rundfunkdienst den Frequenzbereich 7100 bis 7200 Kilohertz nun auch in den ITU-Regionen 1 und 3 vollständig räumen. Ein Beschluss der Weltfunkkonferenz WRC-2003 legte seinerzeit den Stichtag 29. März 2009 fest, an dem der Amateurfunkdienst dieses Segment mit Primärstatus erhält. Und nicht nur das, außer dem Amateurfunk ist nun in VO-Funk kein weiterer Nutzer mehr eingetragen, wir haben das Band also exklusiv.

Damit macht die heute noch in der geltenden Amateurfunkverordnung zu findende Beschränkung auf einen sekundären Nutzungsstatus sachlich nicht mehr den geringsten Sinn. Auch die dort niedergelegte maximale Senderleistung von 250 Watt PEP ist seit dem 29. März nicht mehr zu begründen.

Allerdings haben noch lange nicht alle Rundfunksender diesen Bereich tatsächlich verlassen. Während es in Europa recht gut aussieht, senden vor allem Stationen in Asien und Afrika einfach weiter. Zu nennen sind zum Beispiel China, Indien und der Sudan. Hier sind die Regulierungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten aufgerufen, entsprechend auf ITU-Ebene tätig zu werden und die nun exklusiven Ansprüche des Amateurfunkdienstes durchzusetzen. Schließlich haben alle diese Staaten die Schlussakte der Weltfunkkonferenz im Jahre 2003 verbindlich unterzeichnet. Unsere beste Strategie dagegen ist wohl eine forsche Bandbelegung, zu der wir alle Funkamateure hiermit aufrufen. Viel Spaß mit dem neuen Exklusivband!


AMTOR-AKTIVITÄTSABEND

(rps) Einige englische und deutsche Funkamateure wollen der in gewisser Weise bereits als antiquiert geltenden Betriebsart AMTOR in Zukunft mehr Sichtbarkeit verschaffen und sie damit wieder attraktiver machen: Vor allem Dave, G4AON, und Till, DK7TOR, rufen ab sofort jeden Dienstagabend auf dem Achtzigmeterband zur Aktivität auf. Die Anruffrequenz ist 3588 Kilohertz; AMTOR-Betrieb findet man im Bereich 3580 bis 3600 Kilohertz, der allerdings auch mit anderen digitalen Betriebsarten belegt ist.

AMTOR ist ein Fernschreibverfahren zur Textübertragung, das auf bereits vor seiner Erschaffung in der Seeschifffahrt eingesetzten ARQ/FEC-Verfahren beruht und das vor einigen Jahrzehnten für Amateurfunkzwecke angepasst wurde. Es war Grundlage für das heute auch im kommerziellen Sektor erfolgreich eingesetze PACTOR. Mehr dazu finden Sie auf der Website www.amtor.de und unter de.wikipedia.org/wiki/AMTOR.

Quelle: RSGB


CARABINIERI ON THE AIR

(rps) Die italienische Militärpolizei Carabinieri will mit ihren amateurfunkenden Angehörigen künftig verstärkt im Äther vertreten sein. Dazu gibt es nun eigens ein Diplom: das "Carabinieri-Award". Ziel ist es hier, zwischen dem 20. Mai 07:00 UTC und dem 5. Juni um 19:00 UTC mit möglichst vielen Carabinieri mittels Amateurfunk in Kontakt zu treten. In Frage kommen das Achtzig-, Vierzig- und das Zwanzigmeterband auf der Kurzwelle mit den Sendearten SSB, CW, PSK31 und RTTY. An einem Tag darf man allerdings ein Rufzeichen nur einmal arbeiten – egal, in welcher Sendeart und auf welchem Band. Welche Carabinieri ein Rufzeichen haben und damit "on the air" sind, und noch mehr Details über diesen Wettbewerb erfahren Sie im Internet unter www.cota.cc.

Quelle: RSGB und Associatione Radioamatori Carabinieri (COTA)


CONTESTAUSWERTUNG ONLINE

(rps) Eine sehr detaillierte und komfortable Auswertung der VHF/UHF/SHF-Contests der internationalen Amateurfunkunion IARU Region 1 hat kürzlich der österreichische Verband ÖVSV in das Internet gestellt. Unter dem Link

http://iaru.oevsv.at/

kann man die Ergebnisse seit dem Septembercontest 2008 nachlesen, was zum Beispiel die erzielten Verbindungen und Punkte der einzelnen Teilnehmer anbelangt. Auch Statistikfunktionen nebst umfangreicher grafischer Darstellungen enthält diese Website, mit denen man etwa die Effektivität von Standorten, Stationsausrüstungen und Mannschaften ziemlich gut beurteilen kann. Dank geht an Michael, OE1MCU, der sich diese Mühe gemacht hat.

Quelle: ÖVSV


IN EIGENER SACHE: AGZ DIESES JAHR NICHT IN FRIEDRICHSHAFEN

(rps) Wegen zurzeit mangelnder personeller Ressourcen haben Mitgliederversammlung und Vorstand der AGZ e.V. bereits im März beschlossen, dieses Mal nicht an Europas größter Amateurfunkmesse HAM RADIO am Bodensee teilzunehmen. Für 2010 ist dagegen ein Messeauftritt in demselben Umfang wie 2008 vorgesehen.


Vy 73,
Ralph, DC5JQ