HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 341 / 2010 vom 14.03.2010


Redaktion: Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ
Autoren: Jörg Delvos, DG1JC (jd)
  Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ (rps)
Kontakt:
dk0agz@agz-ev.de


DER TREFFPUNKT IM WESTEN:
AGZ AUF DEM BERGHEIMER FLOHMARKT

(rps) Am Samstag, den 20. März findet wieder der traditionelle Amateurfunkflohmarkt in Bergheim bei Köln statt. Diesmal ist auch die AGZ e.V. mit einem bescheidenen Stand mit dabei. Wer unsere Arbeit kennenlernen möchte oder mit uns diskutieren will, ist dort willkommen. Das Programm des größten Amateurfunktreffens im Raum Düsseldorf-Köln-Aachen ist interessant: Unser Stellvertretender Vorsitzender Jörg Delvos, DG1JC, hält zum Beispiel einen Vortrag zum Thema "Aufbau und Betrieb eines Digitalfunkrelais ohne ICOM-Komponenten" und führt die selbst gebaute Hardware auch gleich vor Ort vor. Torsten, DG1HT, – er ist der Betreiber der Website xreflector.net – und Markus, DH2YBE, beantworten Fragen rund um das Xreflector-System zur Vernetzung von D-STAR-Relaisfunkstellen. Auf 2200 Quadratmetern stehen zudem jede Menge interessante Angebote und Informationen für Funkamateure bereit.
Sie finden den Bergheimer Flohmarkt am 20. März von 9 bis 14 Uhr Ortszeit im Bürgerhaus von Quadrath-Ichendorf. Das ist in unmittelbarer Nähe der Autobahn A61 und somit sehr gut zu erreichen. Nehmen Sie die Ausfahrt Bergheim-Süd. Einen detaillierten Anfahrtplan und noch mehr über den Flohmarkt finden Sie im Internet.


VIDEOS ZU MODERNEN TECHNOLOGIEN IM AMATEURFUNK

(rps) Nils Schiffhauer, DK8OK, beschäftigt sich als Fachjournalist für Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft schon längere Zeit mit modernen Technologien und Verfahren im Amateurfunk. Eine Vielzahl von Veröffentlichungen in Zeitschriften und Magazinen zeugt davon. Jetzt hat er sich etwas neues einfallen lassen: Gerade unser Tun bietet vielfältige Möglichkeiten, Dinge multimedial darzustellen – etwa die Optimierung des Empfangs schwacher Sender mit digitaler Signalaufbereitung. Eine besonders attraktive Form sind hier Videos, die man auf You Tube herauf lädt: Sie vermitteln in Bild und Ton auf instruktive Weise auch komplizierte technische Sachverhalte. Dieses Medium bietet zudem die Möglichkeit, auch "Quereinsteiger" und junge Leute für unseren Funkdienst zu interessieren.

Und genau das hat Nils nun in die Tat umgesetzt. An insgesamt 15 verschiedenen Beispielen vermittelt DK8OK aktuelle digitale Empfängertechnologie: Das neueste Video zum Beispiel gibt in gut sechs Minuten Einblicke in den neuen Receiver SDR-IP von RF Space: DSP und SDR heißen hier die Stichworte. Ob DXing mit dem Pegasus, Empfang von US-Mittelwellensendern, Kurzwellen-Ausbreitungsprognosen mit AREPS, Dopplerverschiebung an Flugzeugen und Meteoren – immer bewegt sich DK8OK an der Front des im Hobbybereich noch machbaren. Anschauen können Sie sich das – natürlich kostenlose – Lehrmaterial unter

www.youtube.de.

Suchen Sie dort einfach nach DK8OK.


D-STAR MIT DEM C5

(jd) Dass man mit umgebauten C-Netz-Autotelefonen der Generation "Siemens C5" nach einem entsprechenden Umbau auch sehr gut im Siebzigzentimeterband des Amateurfunks arbeiten kann, das wissen wir schon seit 2002. Mit den Firmwareversionen 2.3 bis 2.6 funktioniert dies seit 2003 sogar richtig gut. Nun hat sich Jan Alte, DO1FJN, etwas neues einfallen lassen – und das macht jetzt die Benutzung eines C5 noch interessanter: Er hat eine Zusatzplatine entwickelt, mit der ein C5 D-STAR-fähig wird.

Innerhalb von nicht ganz zwei Jahren hat Jan das Layout entworfen und mit Hilfe eines Prototypen eine neue Firmware für seine DV-Platine und für das C5 selbst erstellt. Die erste DV-Modemserie ist letzte Woche ausgeliefert worden. Jörg, DG1JC, war einer der glücklichen Empfänger. Der Umbau seines bereits für den Amateurfunk modifizierten Geräts hat nur etwa fünfzehn Minuten gedauert. Man musste lediglich die DV-Platine an derjenigen Stelle einbauen, wo zuvor das eventuell bestückte TAE-Modem installiert war, und den Micromatch-Stecker auf die Platine stecken. Danach war nur noch erforderlich, das EEPROM für die neue Firmware auszutauschen sowie drei Widerstände, einen Kondensator und drei Fädeldrähte einzulöten – fertig.

Im Falle von Geräten, bei denen die Micromatch-Buchse nicht bestückt ist, kommt noch das Freilegen der Lötaugen und das anschließende Einlöten dieser Buchse dazu. Nach dem Aufspielen der Firmware DVUP v1.0a kann man nun die üblichen Dinge wie das eigene Rufzeichen und die Daten für die Benutzung von D-STAR-Relais und Gateways eintragen. Die Funktionalität steht einem kommerziellen Gerät in nichts nach. Die Sprachqualität wurde in Rapporten sogar als besser im Vergleich zu einem kommerziellen Gerät gelobt. Weitere Informationen finden Sie unter

www.digisolutions.de.

Auch dieser Beitrag zeigt, dass D-STAR eben alles andere als ein Monopol einer einzigen Firma darstellt. Selbstbau ist möglich und machbar!


UPDATE MITTELWELLE

(rps) Wieder ein neues Land: Neuseeland hat seinen Funkamateuren am 1. März den Frequenzbereich 505 bis 515 kHz auf Non-Interference-Basis zugeteilt. Die Bedingungen: eine maximale Strahlungsleistung von 25 Watt EIRP und eine maximale Bandbreite von 200 Hz.


AMATEURFUNKSATELLIT FLIEGT ZUR VENUS

(rps) Schon sehr bald soll ein japanischer CubeSat zur Venus fliegen. Der von Studenten und Funkamateuren gebaute Amateurfunksatellit mit Abmessungen von lediglich 10 x 10 x 10 cm heißt UNITEC-1. Er führt einen Bakensender auf 5840,0 MHz mit sich, der von Funkamateuren weltweit empfangen werden kann. UNITEC-1 wird zusammen mit dem Venus Climate Orbiter PLANET-C/AKATSUKI der japanischen Raumfahrtagentur JAXA zu unserem Nachbarplaneten fliegen. Das Startdatum ist auf den 17. Mai 2010 um 21:44 UTC festgesetzt. Der Start erfolgt mit einer H-IIA Rakete vom Tanegashima Space Center in Japan. Mehr dazu finden Sie im Internet.

Quelle: USKA


KURZWELLENSENDER JÜLICH VOR DEM ENDGÜLTIGEN AUS

(rps) Eine Investorengruppe aus dem Ruhrgebiet will das Gelände der Jülicher Sendeanlage auf der Merscher Höhe erwerben. Rund 60 Jahre lang wurden von dort Rundfunksendungen auf Kurzwelle ausgestrahlt: bis vor einigen Jahren von der Deutschen Welle, zuletzt von einem ausländischen Missionssender. Auf dem 47 Hektar großen Areal soll ein Camping- und Freizeitpark mit Hotel und Ferienhäusern entstehen. Die weithin sichtbaren Antennensysteme werden dann wohl abgerissen. Zur Erinnerung an die Sendeanlage soll allerdings ein Rundfunkmuseum eingerichtet werden.

Quelle: WDR Aachen


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Ralph, DC5JQ