HamRadio 2day
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HamRadio 2day

Ausgabe 369 / 2011 vom 01.05.2011


Redaktion: Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ
Autor: Dr. Ralph P. Schorn, DC5JQ (rps)
Kontakt:
dk0agz@agz-ev.de


NO-GO-AREAS IM AMATEURFUNK

(rps) Fälle, in denen Funkamateure wegen baurechtlicher Vorschriften keine Außenantennen aufbauen dürfen, haben sich in den letzten Jahren gehäuft. Die AGZ hat sich deshalb entschlossen, eine Art von Kataster oder "schwarzer Liste" aufzubauen und natürlich zu veröffentlichen, in dem Städte und Gemeinden aufgeführt sind, die entsprechende öffentliche Vorschriften und Bebauungspläne erlassen haben. Wir nennen Ross und Reiter – will heißen Kommunen, die uns Funkamateuren das Leben schwer machen. Jeder Funkamateur hat damit die Möglichkeit, bereits im Vorfeld einer eventuellen Wohnungssuche eine Entscheidung zu treffen. Natürlich kann so eine Liste nicht wirklich vollständig und umfassend sein. Wir möchten dieses für unseren Funkdienst wichtige Thema jedoch transparent machen.

Wer hätte es gedacht – der erste Eintrag lautet natürlich Dittelbrunn im nördlichen Franken im Kreis Schweinfurt. Hier dürfen in einigen Gebieten keine von außen sichtbaren technischen Anlagen errichtet werden, also auch keine Antennen für Sendeanlagen; in anderen Gebieten dürfen sich Antennen nicht mehr als 2,50 Meter vom Dach abheben und auch nicht einmal länger sein als diese kurze Distanz.

Wir brauchen selbstverständlich die Mitwirkung aller Funkamateure in Deutschland. Bitte benennen Sie der Redaktion Ihnen bekannte No-Go-Areas, wo es baurechtliche Antennenrestriktionen gibt. Nennen Sie uns die Kommune und ihren Leiter, das ist meist der Bürgermeister oder Oberbürgermeister. Nennen Sie uns bitte auch möglichst im Detail, wie die Einschränkung genau lautet. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kommune oder bei Ihrem Kreis. Sie finden das Kataster auf den Webseiten der AGZ e.V. unter der Rubrik "Rechtliches".

An dieser Stelle möchten wir noch einmal die generelle Empfehlung aussprechen, dass aktive Funkamateure, die natürlich zu diesem Zweck zwingend Antennensysteme einer gewissen Mindestgröße benötigen, möglichst nicht in eine Eigentumswohnung bzw. in ein Haus, das unter das Wohnungseigentumsgesetz fällt, ziehen sollten. Gleiches gilt für reine Wohngebiete mit entsprechendem Bebauungsplan. Hier sind meist erhebliche Schwierigkeiten zu erwarten.


OSTERHASE UNTER STROM – TECHNIKPROJEKT AN DITTELBRUNNER SCHULE

(rps) In Dittelbrunn ist der Kampf gegen Technikfeindlichkeit offenbar bitter notwendig. Norbert Kühn, DL8NAD, selber hart getroffen vom dortigen Antennenverbot, hat sich engagiert. Wir bringen Ihnen dazu auszugsweise einen Pressetext der Tageszeitung Mainpost vom 20. April.

"Technik-Projekt an der Ganztagesschule Dittelbrunn

Heißer Draht zum Osterhasen: Der Dittelbrunner Hobbyfunker Norbert Kühn ließ seine Schützlinge im Rahmen der Ganztagesbetreuung an der Volksschule eine Osterüberraschung löten. Da leuchten nicht nur die Augen der Schüler: 'Frohe Ostern' wünscht ein elektronischer Osterhase mit blinkenden Pupillen. 'Osterhasenchip', so Norbert Kühn, könnte man die einfache Schaltung nennen, die im Rahmen der offenen Ganztagesbetreuung an der Volksschule zusammengebastelt wurde.

Der Dittelbrunner Amateurfunker, der im Finanzamt arbeitet, hat ehrenamtlich das Technikprojekt übernommen: Sechs Schüler arbeiten an diesem Tag mit Lötkolben, Zinn, LED-Lämpchen und Transistoren. Amateurfunk war dem leidenschaftlichen Tüftler Kühn für einen Vorkurs doch zu anspruchsvoll, wichtig ist ihm, seine Schützlinge überhaupt an die Welt der Elektronik heranzuführen.

An fünf Montagen wurde gebastelt. Gerade die Schweinfurter Großbetriebe suchten händeringend technisch qualifizierten Nachwuchs, so Kühn. Auch wenn die Osterhasen-Schaltung nur aus einer Handvoll Bauteile aus dem Elektrofachmarkt plus Neun-Volt-Batterie besteht, ein moderner Computerchip arbeite im Grunde nach dem gleichen Prinzip: 'Nur dass sich mittlerweile eine Milliarde Transistoren auf dem Chip befinden.' Aber auch im Werkraum fordert das 'Osternest' aus Kontakten und feinen Drähten die volle Aufmerksamkeit bei der Arbeit mit dem Lötkolben."

Danke für Dein Engagement Norbert!

Quelle: Mainpost


KÖNIGLICHE HOCHZEIT IN ENGLAND: SONDERRUFZEICHEN

(rps) Noch bis zum Ablauf des 9. Mai dürfen britische Funkamateure auf Antrag bei deren Regulierungsbehörde Ofcom einen Sonderpräfix nutzen – aus Anlass der königlichen Hochzeit von Prinz William und Catherine Middleton, die letzten Freitag in London stattfand. Die zur Verfügung stehenden Präfixe lauten GR, MR und 2R. Sie werden je nach Amateurfunkklasse verwendet, wobei 2R für die so genannte Intermediate Licence steht. Die anderen beiden finden – je nach Zahl im Rufzeichen – für die Entry Level Licence und die höchste CEPT-Klasse Verwendung.

Quelle: RSGB


FUNKFREUNDE LANDSHUT E.V. GEGRÜNDET

(rps) Dass Funkamateure, CB-Funker und PMR446- sowie Freenetnutzer friedlich vereint zusammen agieren können, dass zeigt der nun folgende Pressetext der Funkfreunde Landshut e.V. Möge dies ein Vorbild sein!

"Die vor sieben Jahren entstandene Interessengemeinschaft 'Funkfreunde Landshut' ist seit Ende März 2011 ins Vereinsregister Landshut eingetragen. Erster Vorstand wurde Stephan Eichmeier, DL4STE. Das Amt des zweiten Vorstands übernimmt Christoph van Bracht. Zweck des Vereins ist ausschließlich und unmittelbar der Betrieb von Relaisstationen im Amateurfunkband und der Erfahrungsaustausch zwischen Funkamateuren, sowie Nutzern und Interessierten von Jedermannfunk-Anwendungen wie CB-Funk, Freenet und PMR.

Seit Bestehen der Gruppe gingen verschiedene Projekte hervor, die sich nicht immer ohne Probleme realisieren ließen. Doch durch den Spaß an der Funktechnik, dem vielen herumexperimentieren und den daraus gewonnenen Erkenntnissen konnten die gesteckten Ziele bestens erreicht werden. So ist seit einigen Jahren ein Amateurfunkumsetzer mit Rufzeichen DB0FFL im Zweimeterband in Betrieb, der nicht nur die Reichweite von mobilen und tragbaren Stationen erheblich erhöht, sondern auch durch eine Echolinkanbindung weltweite Kommunikation ermöglicht. Bei Bedarf könnte dieser Umsetzer z.B. bei Not- und Katastrophenfällen kurzfristig mit den Funkstellen der 'Notfunkgruppe Landshut' gekoppelt werden.

Andere Projekte sind: Internetgateway zur Positionsbestimmung von Amateurfunkstationen und Objekten – Stichwort APRS, CB-Funk-Sprachgateway im Free-Radio-Network (FRN), und Packet-Radio-Mailboxen als Informationssysteme für Meldungen rund ums Hobby Funk. Als nächstes Projekt ist ein Siebzigzentimeter-Amateurfunkrelais geplant, um das Stadtgebiet von Landshut noch besser abdecken zu können. Ein geeigneter Standort muss noch gefunden werden. Weitere Aktivitäten der Funkfreunde sind u.a. die Mitwirkung bei der APRS- und Notfunkgruppe Landshut, sowie die Teilnahme an diversen Funk-Contesten. Der Verein trifft sich jeden dritten Freitag im Monat ab 20 Uhr im Gasthof Luginger in Mirskofen. Interessierte Gäste sind jederzeit herzlich willkommen! Mehr Infos gibt es auf der Internetseite des Vereins unter www.funkfreunde-landshut-ev.de."

Die Redaktion sagt Glückwunsch und wünscht viel Erfolg!


Vy 73,
Ralph, DC5JQ